Kostenratgeber

Individuelle Software für ein kleines Unternehmen: was sie wirklich kostet

Ohne Vergleichsangebote wirkt jeder Preis für individuelle Software beliebig – dieser Beitrag zeigt, welche Faktoren ihn treiben und in welcher Spanne du bei uns rechnen kannst.

01Symptome

Woran du merkst, dass Standardsoftware nicht mehr reicht

Du zahlst für ein SaaS-Tool, nutzt aber nur ein Drittel der Funktionen – der Rest ist Ballast, den du trotzdem mitbezahlst.

Dein Ablauf braucht einen Umweg über Excel oder eine zweite App, weil die Standardsoftware genau diesen einen Schritt nicht kann.

Jede neue Mitarbeiterzahl, jeder zusätzliche Standort treibt die Lizenzkosten, ohne dass sich am eigentlichen Nutzen etwas ändert.

Du hast schon zwei oder drei Tools nebeneinander, die dieselben Kunden- oder Auftragsdaten getrennt verwalten.

02Lösung

Was den Preis wirklich bestimmt

Der Preis für individuelle Software hängt an wenigen, klar benennbaren Faktoren – nicht an der Größe deines Firmenschilds.

01
Faktor 1

Umfang und Anzahl der Abläufe

Ein einzelner Prozess wie ein Anfrageformular mit Foto-Upload kostet weniger als ein komplettes Cockpit mit mehreren Modulen.

02
Faktor 2

Integration in bestehende Systeme

Eine Anbindung an DATEV, ein Warenwirtschaftssystem oder SAP braucht mehr Abstimmung als eine Anwendung, die für sich alleine steht.

03
Faktor 3

Datenmodell und Nutzerrechte

Wie viele unterschiedliche Rollen, Rechte und Status es gibt, bestimmt den Aufwand deutlich stärker als das reine Design.

04
Faktor 4

Laufender Betrieb

Hosting, Updates, Sicherheit und kleine Anpassungen laufen über eine monatliche Betreuung statt über ein einmaliges Projektende.

03Kosten

Was es bei uns kostet

Eine Website, die Anfragen bringt, startet ab 2.500 € einmalig. Ein digitales Backoffice – Cockpit, Kundenportal oder Automatisierung – startet ab 3.000 € einmalig. Betrieb und Weiterentwicklung kosten ab 150 € pro Monat.

Alle Preise sind Endpreise: Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechnen wir keine Umsatzsteuer. Nach der Potenzialanalyse bekommst du ein schriftliches Angebot mit Umfang und Preis, siehe auch die Preisübersicht.

Wenn dein Vorhaben in Bayern liegt, lohnt sich vorher ein Blick auf den Digitalbonus Bayern – er kann einen Teil der Kosten bezuschussen, wenn dein Projekt die Bedingungen erfüllt.

04Vertiefung

Individualsoftware vs. Standardsoftware

Standardsoftware ist die richtige Wahl, wenn dein Ablauf so aussieht wie bei den meisten anderen Betrieben in deiner Branche: Buchhaltung, Standard-E-Mail-Marketing oder ein generisches Projektmanagement-Tool decken das meist günstiger und schneller ab, als es eine Neuentwicklung könnte.

Individuelle Software rechnet sich, wenn genau der Teil, der dich von anderen unterscheidet – deine Anfrage-Strecke, dein Mandanten- oder Kundenkontakt, dein Auftragsablauf – nicht in ein Standard-Schema passt. Der faire Vergleich ist nicht „teuer gegen günstig“, sondern „einmalige Investition in einen Ablauf, der bleibt, gegen laufende Lizenzgebühr für einen Ablauf, der nicht ganz passt“.

In der Praxis ist es oft eine Kombination: Führende Systeme wie DATEV oder eine Branchensoftware bleiben bestehen, individuell gebaut wird nur die Strecke davor oder dazwischen, in der heute Zeit verloren geht.

05Fragen

Fragen, die früh kommen

Was kostet eine einfache Website mit Anfrageformular?

Eine Website, die auf Anfragen ausgelegt ist, startet ab 2.500 € einmalig – Konzept, Texte, Design, Umsetzung, lokale SEO und eine passende Anfrage-Strecke sind darin enthalten.

Warum ist bei individueller Software keine feste Zahl möglich?

Weil der Preis vom Umfang und den Integrationen abhängt, nicht von der Betriebsgröße. Erst nach der Potenzialanalyse kennen wir genug Details für ein schriftliches Angebot mit festem Preis.

Ist eine fertige SaaS-Lösung nicht fast immer günstiger?

Beim Einstiegspreis meistens ja. Über mehrere Jahre und mit steigender Nutzerzahl kann eine einmalige Investition in eine passende Lösung günstiger werden – das rechnen wir in der Potenzialanalyse konkret durch.

Was ist mit laufenden Kosten nach dem Start?

Betrieb, Hosting, Updates, Sicherheit und kleine Anpassungen kosten ab 150 € im Monat. Größere Erweiterungen bekommst du vorher als eigenes Angebot, nicht als Überraschung auf der Rechnung.

Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer einplanen?

Nein. Wir berechnen als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer – die genannten Preise sind bereits die Endpreise, die du zahlst.

Passt das auf deinen Betrieb?

Im Erstgespräch klären wir, ob genau dieser Baustein zuerst etwas bringt oder ob ein anderer Teil deines Betriebs mehr kostet.

Andere Lösungen: Kundenportal erstellen lassen, Excel durch Datenbank ersetzen, Digitalbonus Bayern beantragen, Anfrageformular mit Foto-Upload.